Ob Ihr Kind in der richtigen Mannschaft spielt ist elementar wichtig.

Hast Du ein Tor geschossen?

Nur wenn dies der Fall ist, wird Ihr Kind bzw. Ihr Spieler lange Spaß haben und gerne mit seiner Mannschaft spielen. Die Frage, ob die Mannschaft die Richtige ist, kann nur dann bejaht werden, wenn nahezu alle Kinder das gleiche Interesse am Fußball haben. Und hier gilt es anzusetzen und zu unterscheiden: Spielt Ihr Kind gerne Fußball oder ist es seine Leidenschaft?

Warum ist diese Frage so wichtig und worin liegt der Unterschied?

Nun, wir teilen Kinder in zwei Gruppen auf: 

a) diejenigen, die Fußball genauso mögen wie andere Hobbies und die z.B. wegen eines Kindergeburtstags das Training oder das Spiel absagen

Indizien für diese Gruppe sind u.a.:

  • es trainiert ungern bei schlechtem Wetter
  • gewinnen oder verlieren ist emotional nicht ausgeprägt
  • der Antrieb geht von Anderen aus
  • Anstrengungen im Training oder Spiel werden ungern angenommen

b) die Kinder, die nichts lieber machen als Fußball spielen und niemals wegen eines Kindergeburtstags das Training oder Spiel absagen würden. Selbst wenn es der eigene oder der des besten Freundes wäre.

Merkmale dieser Gruppe sind:

  • der Ball ist immer dabei
  • kann es kaum erwarten, dass es zum Fußball geht
  • spielt auch alleine und / oder motiviert Freunde
  • Ehrgeiz, sich zu verbessern, ist ausgeprägt
  • Niederlagen werden persönlich genommen

Achtung: Fußballerische Fähigkeiten (Talent) sind in beiden Gruppen vertreten.

Wenn jetzt aber ein Kind nicht mit gleichinteressierten Kindern spielt, dann wird es kaum die anderen Kinder verstehen. Und selbst wird es möglicherweise anecken. Entweder, weil es nicht so will, wie die anderen es fordern oder die anderen seinen Fußball nicht so mögen wie es selbst den Fußball liebt.

Die Aufgabe der Eltern und der Trainer

Die Aufgabe der Eltern und der Trainer ist sensibel und herausfordernd. Ist es ein Hobby oder eine Leidenschaft? Beobachten Sie bitte, ob es überwiegend mit gleichgesinnten Kindern spielt.

Wenn hier nicht sorgfältig darauf geachtet wird, dann wird das Kind kaum langfristig Spaß am Fußball haben oder sich nach einer anderen Mannschaft sehnen.

Hier kommt nun der Trainer ins Spiel.

Dieser muss ebenso wie seine Jungs „ticken“. Stellen Sie sich vor, er sieht es total relaxt und ist wenig ambitioniert. Ist der Olympische Gedanke das Hauptaugenmerk, so wird sich ein leidenschaftlicher Fußballer nie wohl fühlen, weil er gefordert und gefördert werden will.

Andersherum ist es auch fatal.  Der stets fordernde und weiterentwickelnde Trainer wird kaum Verständnis für die Kinder aufbringen können, die nicht so mitziehen, wie er sich das vorstellt.

Die Elternaufgabe

Die Elternaufgabe besteht darin, dies zu erkennen und sich voll darauf einzustellen. Unabhängig davon, wie der Vater oder die Mutter selbst zu diesem Hobby oder dieser Leidenschaft eingestellt ist.

Der Vater, der von sich behauptet, ein guter Fußballer gewesen zu sein und nun darauf hofft, dass sein Sprössling es ihm nachmacht oder gar besser wird, wird bei einem gleichverrückten Kind eine wahre Freude haben (wenn er denn nicht zu viel fordert). Bei einem Kind, dass diese Leidenschaft nicht Inne hat, wird dieser Vater Unmögliches verlangen und beide werden enttäuscht.

In der Praxis kommt dies genauso oft vor, wie die Mutter, die dem leidenschaftlichen Spiel ihres Kindes nicht besondere Aufmerksamkeit und völlige Akzeptanz widmet. Hier wird der kleine oder große Fußballer immer gegen Windmühlen ankämpfen müssen und auf Unverständnis treffen.

Egal zu welcher Gruppe Ihr Kind gehört: begleiten Sie es so oft Sie können bei seinem Hobby oder seiner Leidenschaft. Haben Sie ein augenzwinkerndes Verständnis für die anders gepolten Kinder und Eltern.

 


Eine schwierige Entscheidung

Die wohl größte und schwierigste Herausforderung ist die Frage, ob der beste Freund in der Mannschaft genau so fühlt und denkt. Manchmal nimmt nur einer auf den anderen wegen dieser Freundschaft Rücksicht und kann selbst nicht so, wie er will, aufgehen. Die Frage nach einer Trennung in verschiedenen Mannschaften muss gestellt werden. Die Kinder selbst gehen lockerer damit um als die Eltern.

Fazit:

Wir wollen einen kleinen Teil hiermit dazu beitragen, dass jeder Fußball-Topf seinen Fußball-Deckel findet ;-)